Die 8 besten Neuroathletik Apps

In diesem Artikel möchten dir Neuroathletik Trainer Yassin von Jebrini Training und ich die 8 besten Neuroathletik Apps für Android und iOS vorstellen.

Am Ende dieses Artikels findest du auch noch eine übersichtliche Tabelle mit Download Links für Android und iOS.

In diesem Sinne, lass und gleich mit der ersten App anfangen.

Neuroathletik App #1: Metronom

Also grundsätzlich ist es so, dass ein Metronom sehr sehr hilfreich dafür ist, um Bewegungsgeschwindigkeit im Training zu regulieren bzw. zu verändern.

Ebenso können wir mit einem externen Rhythmus (den das Metronom liefert) gewisse neuronale Strukturen optimieren.

Wenn wir Metronom im Training benutzen, dann aktiviert das unter anderem einen Kernkomplex im Gehirn, der mit Bewegungsplanung zu tun hat – die sogenannten Basalganglien.

Darüber hinaus können wir durch durch diesen externen Rhythmus auch das Kleinhirn aktivieren.

Das Kleinhirn ist ja super wichtig für die Genauigkeit, fürs Gleichgewicht und die Koordination einer Bewegung.

Wenn du also eine dieser drei Dinge verbessern möchtest, dann versuch es gerne mal mit einem Metronom!

Es kann sehr gut sein, dass ich deine Präzision, dein Gleichgewicht und bzw. oder deine Koordination dadurch verbessern.

Weiter geht’s mit App #2.

Neuroathletik App #2: Eye Chart

Die Eye Chart App ist eine Art von Snellen Chart. Das kennt der Otto-Normalverbraucher in der Regel vom Optiker.

Man geht da hin und man macht ein Sehtest.

Und damit testen die Leute in der Regel im Sitzen bei gewissen Lichtverhältnissen die Sehschärfe.

Genau das und noch viel mehr kannst du auch mit der Eye Chart App machen.

In der App hast du letztendlich, ebenso wie beim Snellen Chart, von oben nach unten verschiedene Schriftgrößen und kannst überprüfen, was jemand z.B. auf Distanz einer Armlänge gerade noch scharf sehen kann.

Das visuelle System hat auch im Rahmen der Bewegungsplanung, als auch für Bewegung generell natürlich eine hohe Relevanz.

Je besser ich sehe, desto besser bewege ich mich letztendlich eigentlich auch.

Außerdem können wir die Eye Chart App als Qualitätsmerkmal für Gleichgewichtsübungen verwenden.

Unser Gleichgewichtssinn sitzt im Innenohr und misst Beschleunigung (mehr über das Gleichgewichtssystem erfährst du in diesem Artikel).

Um den Utriculus zu testen, hältst du das Eye Chart eine Armlänge entfernt vor dir und neigst den Kopf  20 Sekunden lang zu einer Seite.

Währenddessen fokussierst du einen Buchstaben, den du gerade noch scharf erkennen kannst.

Falls der Buchstabe unscharf wird, dann habe ich ein Indiz dafür, dass der Utriculus auf der Seite, zu der der Kopf geneigt ist, nicht gut arbeitet.

Weitere Tests für das Gleichgewichtssystem findest du in diesem Artikel.

Ein weiterer Vorteil der App ist die Randomisierungsfunktion.

Dadurch kannst du mit einem tippen auf den Bildschirm alle Buchstaben komplett austauschen lassen.

Dadurch kannst vermeiden, dass die Buchstaben einfach auswendig gelernt werden.

Bonus Tipp:

Du kannst auf deinem Handy einen Farbfilter aktivieren.

Man weiß, dass gewisse Farben eher aktivierend oder hemmend auf das Gehirn wirken.

Grün z.B. ist eine beruhigende, hemmende Farbe.

Blau hingegen ist eine sehr stark aktivierende Farbe.

Probier das gerne mal aus.

Wenn du zum Beispiel Schwierigkeiten hast, auf Armlänge Entfernung die vorletzte Reihe zu lesen, dann wähle mal Grün als Farbfilter von deinem Handy und schau dann, ob sich die Sehschärfe verbessert.

Eventuell braucht dein Gehirn aber auch mehr Aktivierung und du profitierst eher von einem blauen Filter.

So viel zu diesem kleinen Bonus Tipp.

Dann muss ich sagen, wir machen weiter mit der Recognise App.

Neuroathletik App #3: Recognise

Okay, kommen wir zur Recognise App bzw. zu den Recoginse Apps.

Es gibt nämlich eine App für letztendlich alle Gelenke oder Partien im Körper.

Die App funktioniert so, dass man auf dem Bildschirm z.B. den Fuß in verschiedenen Positionen sieht.

Man muss dann aufgrund des Bildes entscheiden, ob es sich um den rechten oder linken Fuß handelt. 

Und das aktiviert unseren Thalamus sehr stark.

Der Thalamus ist eine Art Filter Instanz – wie ein Pförtner zum Bewusstsein.

Das heißt er reguliert, was ins Bewusstsein vordringt und was nicht.

Spannend ist das jetzt letztendlich, weil der Thalamus sehr viel mit Schmerzen zu tun hat.

Also gerade im Rahmen der Schmerzreduktion kann man Recognise super gut einsetzen.

Aber auch für Bewegungsoptimierung, weil im Thalamus ein Kern sitzt, der auch mit Bewegungsteuerung zu tun hat.

Ganz konkret heißt das:

Wenn du Schmerzen in deiner rechten Hand hast, dann kannst du die Recognise App für die Hand benutzen und dann beispielsweise 30 Bilder à zwei Sekunden pro Bild machen und dann schauen, wie viele Prozent du richtig hast.

Wenn du feststellen solltest, dass die Quoten nicht so gut sind, dann kannst du Recognise entsprechend im Training einsetzen und überprüfen, ob du durch diese Thalamusaktivierung deine Schmerzen reduzieren kannst.

Weiter geht’s mit der nächsten App!

App #4: Stroop Effect

In dieser App geht es darum deine reflexartigen Antworten zu hemmen und dadurch den Frontallappen stark zu aktivieren.

Wie das funktioniert?

Die App zeigt dir oben auf dem Bildschirm eine Farbe an (z.B. Rot).

Die Farbe Rot ist aber in grüner Schrift geschrieben.

Unten auf dem Bildschirm steht Rot und Grün (mit roter und grüner Farbe hinterlegt – häufig auch vertauscht).

Jetzt musst du die Farbe oben auf dem Bildschirm der Wortbedeutung unten auf dem Bildschirm zuordnen.

In diesem Beispiel müsstest du jetzt unten auf Grün klicken, weil das Wort „Rot“ auf oben auf dem Bildschirm in grüner Schrift ist.

Hört sich mega kompliziert an, wird aber leicht, wenn du es mal ausprobierst.

Wie gesagt, diese Entscheidungsfindung aktiviert den Frontallappen sehr stark.

Und im Frontallappen sitzt unter anderem unter Motor Cortex, der seeehr viel mit Bewegung zu tun hat.

Machen wir weiter mit der nächsten App.

Neuroathletik App #5: Audio Function Generator

Durch diese App kann dein Handy verschiedene Tonfrequenzen abspielen – von einem leisen Brummen bis hin zu einem extrem hohen Piepton.

Wie kann man das sinnvoll einsetzen?

Wenn du nicht gut hörst oder Töne nicht gut im Raum orten kannst, dann hat das ebenfalls gravierende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit.

Ich kann diese App super einfach nutzen, um verschiedene Frequenzen zu testen, aber letztendlich auch die Tonortung im Raum zu optimieren.

Beispiel:

Person A schließt die Augen.

Person B positioniert das Handy oben rechts und spielt einen Ton ab.

Person A soll nun mit dem Finger auf die Stelle zeigen, wo der Ton herkommt (dabei sind die Augen natürlich geschlossen).

Und das ist relativ spannend, wenn man das mal wirklich in der Praxis testet.

Viele Leute, die vielleicht nicht wirklich gravierende Probleme mit den Ohren hatten, glauben, dass sie gut hören.

Man findet trotzdem häufiger Defizite, als man vermuten würde.

Was hören mit Gleichgewicht zu tun hat:

Rein anatomisch gibt es auch eine Schnittstelle zwischen deinem Gleichgewicht und deinem Hörsinn.

Der achte Hirnnerv (Nervus Vestibulocochlearis) leitet sowohl Gleichgewichts- als auch Gehörinformationen zu deinem Gehirn.

Was sich im Nervensystem nah beieinander befindet, aktiviert sich gegenseitig.

Du kannst also dein Gleichgewicht verbessern, wenn du z.B. über die Audio Function Generator App an deiner Tonortung im Raum arbeitest.

Welche Tonfrequenzen du verwenden solltest:

Arbeite dich hier gerne von 50Hz bis zu 1000Hz hoch und schaue, was die besten Ergebnisse liefert.

In der nächsten App, die wir vorstellen, geht es auch um Hirnnerven.

Neuroathletik App #6: nTube

Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Lern-App für Neuro Nerds, die sich gerne mehr mit den Hirnnerven beschäftigen möchten.

Über die App kannst du dir den Verlauf des jeweiligen Nervs, sowie dessen Eigenschaften anzeigen lassen.

Mehr gibt’s dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

Weiter geht’s mit App #7.

Neuroathletik App #7: aVOR

Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Lern-App für Neuro Nerds, die sich gerne mehr mit den Hirnnerven beschäftigen möchten.

Über die App kannst du dir den Verlauf des jeweiligen Nervs, sowie dessen Eigenschaften anzeigen lassen.

Mehr gibt’s dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

Weiter geht’s mit App #7.

Neuroathletik App #8: Mirror Box

Dann kommen wir zur letzten App und zwar zur Mirror Box.

Spiegeltherapie ist eine sehr bekannte Therapiemethode in der Neurologie, die häufig bei Phantomschmerzen und Schlaganfällen angewendet wird. 

Die App Mirror Box macht das Ganze ganz unkompliziert über die Nutzung der Handy Kamera möglich.

Wenn du z.B. deine linke Hand in die Kamera hältst, wird sie gespiegelt und es sieht so aus, als wären deine rechte und linke Hand zu sehen.

Wenn du jetzt deine linke Hand bewegst, bewegt sich natürlich automatisch auch die rechte.

Auch diese App ist letztendlich ein cooles Tool, um den Thalamus ein bisschen zu optimieren.

Teilweise reicht diese gespiegelte Bewegung nämlich schon aus, um das Schmerzlevel drastisch zu reduzieren.

Aber auch im Performance Bereich kannst du die Mirror Box verwenden.

Wenn dein linker Arm z.B. deutlich schwächer ist, als der rechte, kannst du über die Mirror Box deinen rechten Arm spiegeln lassen und bewegen.

Führe im Anschluss nochmal deine Kraftübung aus und es kann sein, dass dein Kraftpotential zugenommen hat.

Rehabilitation nach Verletzungen:

Und eine weitere Einsatzmöglichkeit ist in der Rehabilitation nach Verletzungen.

Angenommen dein linker Arm ist im Gips, der rechte Arm kann sie noch super gut bewegen.

Wenn du jetzt Spiegeltherapie mit der rechten Hand machst, kannst du allein durch die Aktivität der Spiegelneurone das Kraftpotential deines LINKEN Arms verbessern.

Cool oder?

Neuroathletik App Übersicht

App Name iOS Android
Metronom Link > Link >
Eye Chart Link > Link >
Recognise Link > Link >
Stroop Effect Link > Link >
Audio Function Generator Link > Link >
nTube Link > nicht verfügbar
aVOR Link > nicht verfügbar
Mirror Box Link > Link >

So viel zu den 8 besten Neuroathletik Apps, die wir dir vorstellen wollten.

Falls du noch Fragen haben solltest, kannst du dich gerne via Mail oder Instagram bei mir melden.

Außerdem würde ich dir empfehlen einen Blick auf Yassins Instagram Profil und Yassins Website zu werfen, wenn dich das Thema Neuroathletik interessiert (wovon ich ausgehe, wenn du bis hier gelesen hast 😂)

Bleib in Bewegung

Gino

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